MiKU - Mitarbeiterkreis für den Konfirmanden-Unterricht

Nach unserem Verständnis darf es in der Kirche nicht nur wenige „Fachleute in Glaubensdingen“ geben. Jede/r von uns hat im Laufe seiner/ihrer persönlichen Geschichte vielfältige Glaubenserfahrungen gemacht. Es geht uns darum, dass sie weitergegeben werden, dass sie mit den Erfahrungen der anderen ins Gespräch kommen, dass über sie öffentlich geredet wird. Deswegen gibt es bei uns auch nicht nur einen „KonfirmandInnenlehrer“. Vielmehr wird der Unterricht von vielen jugendlichen und erwachsenen MitarbeiterInnen durchgeführt.

Mittwochs von 18:30 – 21:00 Uhr

treffen sie sich gemeinsam mit Pfarrer Ingo Schrooten und reflektieren den letzten Unterricht und bereiten sich auf den Unterricht  des kommenden Dienstags oder der Konfi-Tage bzw. -Wochenenden vor.

Jährliche externe Schulungen im pti bonn (Pädgogisch-Theologisches Institut der evang. Kirche im Rheinland) ergänzen die wöchentliche Arbeit.

Bei der einwöchigen MitarbeiterInnenfreizeit in den Herbstferien wird neben theologischer Schulung zusätzlich Gemeinschaft ge- und erlebt.

 

 

Gottes gute Welt und unser Handeln

Schulungswoche jugendlicher MitarbeiterInnen in den Niederlanden

In den Herbstferien 2016 waren die jugendlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kirchengemeinde eine Woche im niederländischen Friesland unterwegs.

Dabei ging es in unserem inhaltlichen Seminar um das Apostelkonzil, einem Einigungstreffen der ersten Christen wenige Jahre nach Jesu Tod. Können wir darauf vertrauen, dass Frieden die Zukunft für diese Welt ist? Wird Gott ihn uns schenken, ohne dass es auf unser Handeln ankommt? Oder geht es darum, unser Gerechtigkeitshandeln einzufordern, mit den Regeln des Bundes zwischen Gott und Israel als Richtschnur? Ist eine offene Mission unter Nichtisraeliten möglich oder gefährdet dies die Identität derer, die sich für Gerechtigkeit einsetzen?

Diese fast 2000 Jahre alten Fragen wurden für uns aktuell. Es geht um Vertrauen darauf, dass Frieden gelingt. Es geht um Offenheit und Toleranz, um unser Engagement für Frieden und Gerechtigkeit auch im Kleinen, in unseren Gruppen.

Wir waren 32 Jugendliche und jüngere und ältere Erwachsene. Wir waren Menschen von sehr unterschiedlicher Prägung. Wir waren auf engstem Raum zusammen. Es gelang uns, die anderen in ihren Eigenarten stehen zu lassen und gute und harmonische Gemeinschaft zu leben.

Text: Ingo Schrooten